Frankreich - Feriendomiziel

Kunstfreunde auf Europareise: auf den Spuren von Matisse und anderen

Unsere Reise nach Frankreich hatte außer der Begegnung mit den Menschen und ihren Lebensgewohnheiten, dem Besuch von Freizeitparks und der Suche nach Abenteuern auch noch einen anderen Grund. Wir sind allesamt Freunde der Malerei und wollten auf unserer Fahrt durch Frankreich und Europa mehrere Orte aufsuchen, an denen berühmte Maler gewohnt und gewirkt haben. Wir hatten uns dazu im Vorfeld aus den Biographien einiger Maler die Orte herausgesucht, die wir besuchen wollten.
Wir starteten in Nordfrankreich mit der Besichtigung des Geburtshauses von Henri Matisse in Le Chateau-Cambresis. Generell gilt Nordfrankreich als eine Hochburg des Impressionismus. Zahlreiche Künstler haben hier lichtdurchflutete Landschaften, flimmernde Meeresspiegel und stimmungsvolle Szenen aus dem Alltag der Bewohner auf die Leinwand gebannt. Hier entstanden mehrere Künstlergruppen und Stilrichtungen der Malerei. Eine wichtige Hochburg war das Städtchen Barbizon im Norden Frankreichs. Hier wollten wir einige Kunstdrucke kaufen und dann die gemalten Landschaften mit den reellen vergleichen. Es war ein sehr interessantes Experiment und manchmal gelang es uns sogar, nicht nur eine bestimmte Flussbiegung oder einen gemalten Kirchturm wieder zu entdecken, sondern auch die Stimmung auf den Bildern in der Realität nachzuempfinden.
Unser Weg führte uns dann nicht weiter südwärts, sondern über Holland, um eine Ausstellung von Van Gogh zu besuchen. Und einmal an der Küste der Nordsee angelangt, machten wir gleich noch einen Abstecher nach Worpswede, wo ebenfalls eine sehr große Künstlerkolonie von Impressionisten und Expressionisten gegründet wurde. Dieser gehörten nicht nur Maler an, sondern auch Schriftsteller wie Rainer Maria Rilke suchten in dem naturnahen bäuerlichen Leben, inmitten der landschaftlichen Idylle nach neuen Inspirationen.
Die Spur einiger dieser Künstler führte uns weiter an die Ostseeküste, die mit ihren steilen Ufern und sanften Dünenlandschaften schon unzählige Male Motiv für impressionistische Malerei wurde. Hier gönnten wir uns eine kleine Erholung im Wellnesshotel Usedom, in dessen Räumen und Zimmern einige Werke der Maler hingen, deren Spuren wir verfolgten.

Unsere letzte Station war ein kleiner Badeort in Polen, gleich hinter der deutsch-polnischen Grenze. Hier haben wir unweit des Hotel Pobierowo eine Landschaft entdeckt, die uns wieder sehr an ein Gemälde von Matisse erinnert. Entdeckt hatten wir sie in einem Reiseführer. Mit Pinsel und Leinwand bewaffnet wollten wir unsere Spurensuche nun mit einem eigenen Werk à la Matisse krönen und darin die vielen Eindrücke und Erlebnisse unserer Europareise verarbeiten. Ob und wie es uns gelang, darüber berichten wir ein andres Mal.