Frankreich - Feriendomiziel

Auf nach Konstanz!

Gegen 8:00 Uhr standen wir auf -wieder mal viel zu früh für meinen Geschmack- und packten alles ein. Nach einer gepflegten Dusche und einem Happen zum Frühstück hieß es weiter. Mit der Straßenbahn fuhren wir so nahe wie irgend möglich an die nächste Autobahnauffahrt heran und suchten uns einen geeigneten Platz zum anhalten. Diesmal starteten Marco und ich, damit Stefan nicht wieder Stunden lang in der nächsten Stadt auf uns warten musste. Wir schrieben uns mit einem Edding Zürich auf ein großes Pappschild und nahmen uns vor erstmal bis dorthin zu kommen. Ein junger Mann nahm uns, nach einer Stunde warten und winken, endlich mit bis zu einer großen Raststätte, wo mich der Hunger packte. Während Marco und ich speisten, hatte Stefan schon aufgeholt und stand an der Stelle, die wir grade zum weitertrampen in Beschlag nehmen wollten. Er suchte schon eine Viertelstunde lang nach einem Fahrer. Wir staunten nicht schlecht, als wir grade unsere Burger verputzt hatten, aufstehen wollten und Stefan längst wieder weg war. Wir nahmen unseren Platz ein und Jackie hielt nach einer Weile und fuhr uns über Zürich hinaus auf die andere Seite der Autobahn, obwohl sie niemals so weit hätte fahren müssen. Sie war echt cool und super lieb. Von dort aus nahm uns ein schlecht Deutsch sprechender, junger Mann mit, der uns ganz schnell wieder absetzte, weil er sich kein bisschen auskannte und in eine völlig falsche Richtung fuhr. Von dem Rasthof aus, an dem er uns abgesetzt hatte, fuhr ein älterer Mann nach Kreuzlingen, von wo aus wir mit dem Zug nach Konstanz fuhren. Man hätte die Strecke auch bequem laufen könne, da Kreuzlingen, wie auch Konstanz direkt am Bodensee liegt und man vielleicht zwanzig Minuten von einem Ort zum anderen benötigt. Allerdings waren unsere Rucksäcke so schwer und wir so kaputt, dass wir davon absahen die Strecke zu laufen. Stefan wartete wie immer schon einige Stunden auf uns. Wir besorgten uns die Zugverbindung nach Hause für den übernächsten Tag und wackelten mit Sack und Pack zur Touristeninfo. Dort erzählte man uns, dass alle Zeltplätze belegt wären. Was hatten wir auch anderes erwartet, mitten in der Saison und ohne Voranmeldung? Nach langer Diskussion und etlichen Ideen -von denen sich eine auch mit einer Pension beschäftigte, was dann aber doch das Budget überstieg- fuhren wir wieder auf die Schweizer Seite und fanden einen Stellplatz auf dem Campinggelände in Kreuzlingen. Es war der luxuriöseste Campingplatz des ganzen Urlaubs. Die sanitären Anlagen waren unübertrefflich, im Preis war der freie Eintritt in ein cooles Freibad enthalten und der Platz hatte am Eingang einen kleinen Shop, mit dem Nötigsten, ohne dabei extrem überteuert zu sein. Nach dem Zeltaufbau nutzen wir gleich das Freibad und schlemmten ein leckeres Eis. Zum Abendessen holten wir uns im Zeltplatzshop noch eine Dose Thunfisch, Eistee und andere Leckereien. Später, nach Wein, langen Gesprächen und Gelächter fielen wir mit Kugelbäuchlein ins Bett und schliefen tief und fest ein.


Der aaaaaaallerschöööööööönste Taaaaaaaag

Nach einem gemütlichen Start in den Tag, der auch nicht so abnorm früh stattfand, mit Frühstück, Sonne, Duschen und viel Lachen, liefen wir 2 bis 3 Kilometer um den Bodensee herum nach Konstanz, um dort nach einem Restaurant für den Abschlussabend Ausschau zu halten. Wir fanden ein schönes All-You-Can-Eat-Restaurant mit dem Namen Pastante (Wortzusammensetzung aus Pasta und einem anderen Wort, das VIEL bedeutet: Viel Pasta also). Allein die Aufschrift ALL YOU CAN EAT lockte die Jungs dermaßen, dass wir es uns merkten und die Telefonnummer speicherten. Lange hielten wir uns nicht mehr in der City auf, da wir es auf eine Tretbootfahrt abgesehen hatten. Auf dem Weg zum Bootsverleih telefonierte ich mit meiner Mama und erzählte von unseren bisherigen Erlebnissen. Als wir den Verleih erreicht hatten suchten wir uns fix ein Boot und einen Angestellten, der er losmachte, um dann zwei tolle Stunden auf dem Bodensee abzugammeln. Wir ließen uns von den Wellen der größeren Boote umher schaukeln und flohen kurzzeitig vor dem, im See rumpanschenden Marco, um seine Schwimmfähigkeiten herauszufordern. Wir bekamen aber Mitleid und sammelten ihn wieder ein.

Am späten Nachmittag genossen wir noch einmal die Vorzüge des kostenlosen Freibads und liefen ordentlich hungrig in das Pastante, wo wir uns vorher schon telefonisch einen Tisch gesichert hatten. Dort gab es ein echtes Festmahl und Cocktails zum Happy Hour-Preis, mit denen wir unseren Urlaub abschlossen. Der Rückweg zum Zeltplatz war heiter und gewissermaßen angetüdelt. Erst gegen 23:00 Uhr purzelten wir betrunken, satt und total kaputt in unser Zelt.